Reise vom 6. - 13. September 2019
nach Aracaju und Maceió

Es ist zwar nicht das erste Mal, dass wir in Brasilien an die Küste fahren - die Reise nach Maranhão ging ja auch schon dorthin, verlief jedoch sehr viel weiter nördlich, aber jetzt wollten wir mal die Küste nördlich von Salvador de Bahia erkunden, wobei uns dabei wieder einmal SESC Tocantins zur Hilfe kam. Denn die boten eine längere Reise in die beiden Hauptstädte der Bundesländer Sergipe und Alagoas an, die beide am Strand liegen. Aracaju ist die Hauptstadt des kleinen Bundeslandes Sergipe und Maceió die Hauptstadt von Alagoas.

Dass wir im September dorthin fahren, hat den Vorteil, dass wir damit etwas dem in Bombinhas ruppigen Monat September entfliehen in eine Gegend, in der ständig Sommer ist. Das Meereswasser des Atlantiks ist immer warm. Außerdem soll es dort sehr schön sein, wobei wir bezüglich Schönheit der Landschaft in Bombinhas echt verwöhnt sind. Mal sehen, ob das also auch für unsere Augen stimmt.

Hinzu kommt, dass wir weiterhin Eindrücke sammeln wollen von Gegenden Brasiliens, die sich stark von unserer Gegend unterscheiden. Das ist im höchsten Maße im Nordosten Brasiliens der Fall. Dort leben sehr viele Menschen und sehr arme Menschen. Wie wird es dort sein? Ob es uns gelingt, tiefere Eindrücke davon zu erhalten? Viele Menschen wandern von dort aus in Richtung Südbrasilien, um sich hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Im Nordosten gibt es dazu wenig Möglichkeiten. Dafür aber hat hier in der Politik die Partei von Lula einen großen Rückhalt - im Gegensatz zu Santa Catarina, wo wir leben. Die politische Stimmung ist also auch hier ganz anders als bei uns. Merken wir was davon?

Wir haben im Gegensatz zu den Leuten aus Tocantins eine bequeme Anreise. Die armen müssen sich nämlich schon am Tag vorher in den frühen Morgenstunden in Palmas einfinden, um dann einen Tag, eine Nacht und noch einmal einen halben Tag mit dem Bus nach Aracaju zu fahren. Wir hingegen steigen am späten Vormittag in Navegantes in ein Flugzeug und sind dann am Nachmittag schon vor Ort. Entsprechend geht die Rückfahrt für uns sehr viel entspannter. Während die Gruppe sich am 13. September am frühen Morgen auf die 1 1/2 tägige Rückreise nach Palmas aufmacht, fliegen wir am Mittag nach Hause, wo wir gegen 18 Uhr eintreffen. Inha, die Schwester von Aurora, wird uns auf der Reise begleiten. wir treffen sie in Congonhas, dem Stadtflughafen von São Paulo.

Auf der Karte unten sind die uns wichtigen Städte markiert. Zu sehen ist der "dicke Bauch" Brasiliens, der in den Atlantik reicht und an dessen Südseite Salvador de Bahila liegt. Dick umrandet sind die beiden Städte, wohin wir fahren werden. Dick umrandet ist auch Palmas, die Hauptstadt von Tocantins. Außerdem habe ich Recife und Natal markiert, weil diese beiden Städte auch in Deutschland bekannt sind.

Auf etwas noch möchte ich hinweisen. Wir werden bei dieser Reise erstmals Kontakt haben mit dem Rio São Francisco, dem Nationalfluss Brasiliens. Denn seine Mündung liegt zwischen den beiden Städten, die unsere Reise markieren. Auf der Fahrt zwischen diesen beiden Städten werden wir also diesen für uns noch unbekannten Fluss überqueren. Auf der Karten unten ist er auch eingezeichnet, wenn auch nicht benannt.

Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:
6. September: Anreise mit dem Flugzeug nach Aracaju, der Hauptstadt des Bundeslandes Sergipe
6. - 9. September: Aufenthalt in Aracaju im Sesc Hotel Atalaia
9. September: Fahrt nach Maceió, der Hauptstadt von Alagoas
9. - 13. September: Aufenthalt im Pajuçara Praia Hotel
13. September: Rückflug von Maceio nach Navegantes

Bombinhas, den 12. Mai 2019

Hans-Georg Döring

Übersichtskarte über den Nordostden Brasiliens
Der Nordosten Brasiliens. (Copyright Microsoft Corporation 2019)