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13. September 2013, es beginnt

Es war wie ein Tsunami: Um 8.15 Uhr fuhr gestern ein Möbelauto vor, heraus sprangen Herr Interthal, seine Partnerin als Sekretärin und 4 starke Männer als Packer und Monteur. Kaum waren sie da, ging es los. Aurora hatte viel vorbereitet, viele Sachen auch in Sicherheit gebracht. Auch war an alle Teile, die nicht eingepackt werden sollten, gelbe Zettel geklebt worden. Die Badewanne, eine Packer freie Zone, war gut gefüllt, aber es stellte sich heraus, dass das so nicht reichte. Schwupps, waren die Dinge in Papier gewickelt, in einen Karton verstaut und zugeklebt, mit Paketnummer versehen und auf einen Haufen gelegt. Die Sekretärin war dafür zuständig, eine Liste aller Pakete zu erstellen, in der dann das drin stand, was in den Paketen drin ist, wenigstens grob angegeben. Sie hatte reichlich zu tun, denn die Kisten füllten sich flott. Es wurde also zügig gearbeitet. Mittags gab es eine fröhliche Runde um unseren Esstisch herum. Ab und zu erschall der Ruf: Raucherpause! Woraufhin sich das Haus kurzfristig leerte. Gegen 17 Uhr waren die Mannschaft dann fertig und zog - gar nicht mal so müde (im Gegensatz zu uns, die wir total geschafft waren) - zufrieden ab. Die Stapel von Kartons aber blieben zurück. Sie werden zusammen mit den letzten einzupackenden Sachen am Montag in den Container geschafft. In der Tat gibt es noch einige nicht eingepackte Sachen im Haus. Wobei sie gerne die Kommode im Wohnzimmer hätten einpacken können, nicht aber die Papiere, die drin waren. Leider war es umgekehrt. Immerhin habe ich die Autopapiere für unser Auto, das wir den Eyrichs überlassen möchten, vor dem Einpacken gerade noch retten können.

Ich selber zog mich im Laufe des Vormittags eine Weile zurück und besuchte noch mal unsere Freundin und Gemeindesekretärin Ingrid und die Krabbelgruppe in der Gemeinde. Dann aber musste ich doch zurück, denn es gab auch immer Entscheidungen zu fällen, was denn wie und wann eingepackt werden sollte. Wie das zuging, macht ein kleines Beispiel deutlich. Ich hatte großen Durst, holte mir ein Glas aus der Packer freien Zone, um es mit gutem Nass zu füllen. Da erschall eine Stimme aus dem Keller: „Wir brauchen Deine Hilfe!" Ich renne also kurz runter in den Keller, helfe, komme zurück und das Glas war verschwunden in einem der Pakete, in Papier gehüllt, aufgelistet, verklebt - weg! Unser Problem am Nachmittag war, wie wir denn jetzt schlafen sollten, denn die Betten, mit denen wir noch bis Montag gerechnet hatten, waren ebenfalls verpackt, verklebt, nummeriert. Also kamen jetzt die Luftbetten zur Geltung. Wir hatten sie samt Pumpe in weiser Voraussicht gekauft. Leider passten Pumpe und Ventil des Luftbetts nicht zusammen, doch kam gute Hilfe von unseren Freunden und Nachbarn Eyrich, die uns sowohl eine Pumpe, als auch Bettzeug und Laken (wie konnte beides nur so schnell in den Kartons verschwinden!) samt Geschirr und Besteck mit Töpfen und Pfannen (hatten wir das nicht zurückgelegt?) ausliehen. Der Abend konnte kommen, jedoch schaffte Aurora nicht einmal die Tagesschau und schlief selig ein, um erst wieder gegen 3 Uhr durch die Katzen geweckt zu werden.

Ach ja, die Katzen - unsere große Sorge? Welche Katzen? Wir haben sie den ganzen Vormittag über nicht gesehen. Sie waren beide verschwunden, wahrscheinlich im Keller. Gegen Mittag tauchte dann am Horizont ein Katzenschwanz auf. Es war Chico, der die Lage einpeilte, um gleich wieder zu verschwinden. Dann entdeckten wir sein Versteck im Keller. Diese Entdeckung aber löste seine Flucht aus und er rannte nach draußen, obwohl es draußen regnete. Weg war er. Und seine Schwester? Auch ihr Versteck entdeckten wir, wollten sie dort beruhigen, jedoch mit gegenteiligem Erfolg. In wilder Panik rannte sie aus dem Keller nach oben, versuchte, im 1. Stock Zuflucht zu finden, wenn da nicht so fremde Männer gewesen wären. Also ab zwischen die Kartons im Wohnzimmer und dann unter das Sofa. Als dann alle weg waren, tauchte Chico auf dem Balkon auf und ließ sich von mir ins Haus locken, wo er erst einmal sehr sorgfältig die veränderten Bedingungen begutachtete. Dann aber war alles gut. Auch Susi traute sich, als es ruhig wurde, wieder heraus. Aber sie ist noch immer ganz komisch. Sie braucht etwas länger, hat aber in einer Kiste neben Aurora geschlafen.

Der Möbelwagen kommt Das Material wird abgeladen
Der Möbelwagen kommtDas Material wird abgeladen

Im Gästezimmer werden die Bücher eingepackt Im Schlafzimmer sind die Schränke dran
Im Gästezimmer werden die Bücher eingepacktIm Schlafzimmer sind die Schränke dran

die packerfreie Badewanne Das Schlafzimmer leert sich
die packerfreie BadewanneDas Schlafzimmer leert sich

Das Bügelzimmer Mittagspause
Das BügelzimmerMittagspause

Einpacken im Wohnzimmer Paket zugeklebt
Einpacken im WohnzimmerPaket zugeklebt

die Bilder ... Kartonstapel im Schlafzimmer
die Bilder ...Kartonstapel im Schlafzimmer

Chico auf dem Balkon in Sicherheit. Glückliche Augen sehen anders aus übrige Kartons auf dem Flur
Ängstlicher Chico auf dem Balkon in Sicherheitübrige Kartons auf dem Flur

Kartonstapel im Wohnzimmer unser Nachtlager
Kartonstapel im Wohnzimmerunser Nachtlager

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