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17. September 2013, Zwischenbereich

Jetzt sind wir also in einem etwas unbequemen Zwischenbereich angekommen. Noch sind wir in Frankfurt, doch eigentlich ohne eigene Bleibe, denn die ist gestern in einem gewaltigen Anstrengungsakt abgeholt worden und befindet sich jetzt auf dem Weg nach Bombinhas. Soweit wir erfahren haben, wurde der Container zum Ostbahnhof gebraucht, dort auf einen Zug verladen, nach Hamburg geschafft, wo er am 30. September an Bord eines Frachters geschafft wird, um nach Paranagua gebracht zu werden. Das ist die Hafenstadt von Curitiba, der Hauptstadt des brasilianischen Bundeslandes Paraná, von wo aus es nur noch rund 250 km bis Bombinhas sind. Die Ankunft in Paranagua soll am 12. Oktober sein.

Unsere Sachen sind also schon unterwegs. Das Haus ist weitgehendst leer. Nur im Schlafzimmer gibt es noch 2 Luft-Gästebetten und im Wohnzimmer ist der Terrassentisch zu unserem Wohnzimmertisch geworden. Lediglich 2 Stühle sind uns geblieben. Dazu kommen noch einige wenige Möbelstücke, die wir nicht mitnehmen wollten.

Welch ein Tag gestern. Er begann ja ganz harmlos, denn die Leute der Spedition Inderthal kamen erst mal nicht. Statt dessen ein Anruf: Wir stecken im Stau! Als sie dann aber gegen 8.45 Uhr da waren, begann der gleiche Trubel wie am Donnerstag, ja fast noch ärger. Der Plan war, alles aus dem Keller und dem 1. Stock runter zu tragen und erst mal in das Möbelauto zu bringen. Das geschah. Gegen 11.00 Uhr war das obere Stockwerk fast leer und auch im Keller wurde es zunehmend leerer. Als es dann 12 Uhr wurde, stellte ich mich an das Ende des Wendehammers, um zu sehen, ob der Container kommt. Er kam, aber nicht alleine, denn genau gleichzeitig kam auch die Müllabfuhr, die eigentlich immer schon um 7 Uhr morgens den Müll holt. So kam der Container erst mal gar nicht in unsere Stichstraße rein, sondern musst abwarten, bis die Müllabfuhr den Müll abgefahren hatte. So wurde es 12.30 Uhr, bis endlich der offene Container beladungsbereit war und Herr Inderthal persönlich begann, die von den anderen zugereichten Dinge fachgerecht im Container zu verstauen. Das ist ein schwieriges Geschäft, weil ja nun nichts wackeln darf, sondern alles fest gezurrt sein muss bis unters Dach. Alle schafften wie die Bürstenbinder. Fast alle Deckenlampen wurden zuletzt abgeschraubt und verpackt. Wie gut, dass wir so nette Nachbarn, die Familie Eyrich, haben, die uns 4 Lampen liehen, damit wir nicht im Dunkeln sitzen müssen. Sie versehen uns mit allem, was wir in der Zwischenzeit zum Leben brauchen: Bettdecken, Kissen, Essen, Lampen, Töpfe, Geschirr, Wohlwollen und viel Hilfe.
Alles in allem dauerte es bis 16.30 Uhr, bis endlich der Container beladen und gesichert war, um zuletzt verplompt zu werden. Tschüss, Container, wir sehen uns hoffentlich wieder in unserer neuen Heimat Bombinhas Mitte Oktober.
Bilder von gestrigen Tag sind im Fotoalbum zu finden

Und die Katzen? - Wir hatten ihnen dieses Mal eine gemütliche Bleibe im Heizungs- und Wäschekeller bereitet. Da war alles, was eine Katze glücklich machen kann, außer Ruhe. Diese fehlte ihnen total, so dass sich beide Katzen nicht in die gemütlichen Ecken dieses an sich ungestörten Raumes legten, sondern auf den harten Boden hinter der Waschmaschine. Erst als es gegen 17.00 Uhr wieder still wurde, kamen sie nach und nach raus. Aber traumatisiert sind sie trotzdem, denn beide Katzen zogen es heute vor, sich nicht öffentlich zu zeigen. Chico, der Kater, verschwand hinter einigen übrigen Kartons im Keller und Susi, die Katze, verschwand unter der Bettdecke von Aurora. Beide wurden am Vormittag nicht gesichtet. Jetzt haben sie aber viel zu tun, denn sie können nicht fassen, dass die Wohnung jetzt so leer ist und sie suchen nach den gemütlichen Ecken, die ihr bisheriges Dasein lebenswert gemacht haben. Wir müssen beide fleißig streicheln und gut zu ihnen sein, was sie mit anhaltendem, lautem Schnurren quittieren.

Wohnzimmer Wohnzimmer
Wohnzimmer. Unsere SitzeckeWohnzimmer

Schlafzimmer Flur
SchlafzimmerFlur mit Chico

Kater auf der Flucht
Der traumatisierte Kater auf der Flucht in den Keller

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