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11. März, Sprachstudien

Zwischenbericht vom Sprachstudium. Folgendes verrät die Statistik:

  • 74.708 Babbel-Punkte
  • 20 Babbel-Zertifikate über abgeschlossene Kurse
  • 2.514 Vokabeln haben sich irgendwie in meinem Gehirn eingenistet

  • Eigentlich ist das schon recht gut und ich merke auch, wie ich besser werde. Aber das Ziel, so gut zu sein, dass ich Sindico = Hausverwalter für unser Haus werden kann, ist noch weit entfernt. (Hoffentlich schaffe ich es bis nächstes Jahr im Januar, wenn die nächste Hausversammlung mit Neuwahlen steigt. Denn es wäre für uns wichtig, dass wir das Amt übernehmen, nachdem die bisherige Sindica das nach 2 Amtsperioden nicht mehr machen darf. Sie hat es gut gemacht und durchaus in unserem Sinn, aber ob jemand anderes das genauso gut machen würde wie sie oder wir, wage ich zu bezweifeln. Leider ist Aurora an diesem Punkt sehr, sehr zurückhaltend.)

    Das Hauptproblem beim Erlernen der portugiesischen Sprache ist zunächst einmal, dass sich die Buchstaben total anders verhalten als im Deutschen. Da soll man ein Wort zusammensetzen aus den Buchstaben j e v r c e a. Ein Norddeutscher entdeckt da gleich sein Lieblingsbier Jever und würde daraus vielleicht ein Jeverca machen – was das nun auch immer sein möge. Falsch! Das Wort hat zwar mit Bier zu tun, heißt übersetzt sogar „Bier“. Wird aber auf Portugiesisch „cerveja“ (ausgesprochen: cervescha) geschrieben.

    Oder wer würde als Deutscher auf die Idee kommen, aus p u e ç p r ã a o o c etwas Vernünftiges zustande zu bringen? Proopucer … Nein! Das Wort ist ganz simpel und heißt „preocupação“ und meint sowas wie die Fürsorge, die Sorge um jemanden, wie wir das um die Katzen haben.

    Und da zeigt sich ein weiteres Problem. Die Portugiesisch-Sprachigen reden an gewissen Stellen so, als hätten sie Nasenpolypen. Ich würde sie zum HNO-Arzt schicken, aber sie haben von klein auf geübt, nasal zu sprechen. Das ist immer der Fall, wenn so eine Welle über einem Buchstaben schwebt wie bei preocupação das ã (übrigens ist das O am Ende selbstverständlich kein O, sondern in U, ebenfalls in die Nasalität einbezogen). Zur Aussprache: Man drücke zunächst die hintere Zunge an den Oberkiefer und spreche das A aus der Nase heraus. Am Anfang ist das eine Art Schnauben. Wenn man das kann, dann muss man versuchen, das A auch durch die Nase zu sprechen, wenn man die hintere Zunge nicht gegen den Oberkiefer drückt. Schwierig? Klar! Man muss jahrelang daran üben.

    Substantive mit der Endung -ção gibt es haufenweise. Sie sind meistens weiblich (der nasale, weiche, runde Laut weist schon darauf hin) und entspricht der deutschen Endung -tion, was viel härter klingt.

    Das C mit dem Nibbel drunter ist ein einfaches C, also ein scharfer S-Laut. Sehr häufig wird nämlich das C in einer solchen Buchstabenkombination wie K ausgesprochen. Hat es aber einen Nibbel, ist es immer ein C. Nun wäre es doch viel einfacher, ein K auch als K zu schreiben. Aber nein! Es gibt kein K im Portugiesischen. Dabei könnte man es wirklich sehr gut gebrauchen! Es ist zum Verzweifeln.

    Noch was gibt es nicht: Kein portugiesisches Wort endet auf einem N. Im Deutschen ist das undenkbar. Die meisten Worte enden bei uns auf einem N, wenigstens die Verben und Substantive. Hier umgekehrt: Berlin wird zu Berlim. Ausgesprochen wird es aber wie Berling, also hinten im Hals nasal irgendwie.

    Hilfreich ist mir, dass ich einstmals Latein gelernt hatte mit mehr oder weniger Erfolg. So will ich nun nicht klagen. Inzwischen habe ich die Anfangsfehler gut im Griff und mache vieles sehr viel richtiger als am Anfang. Es hat sich sowas wie Intuition gebildet Dadurch wird das Lernen der Vokabeln auch viel leichter, denn ich weiß schon ungefähr, wie der Hase läuft und passe mich an. Manchmal allerdings staunt Aurora, welche Wörter ich drauf habe. Dann fragt sie mich unverständlicherweise, welcher Sprache sie entnommen seien, was mich wiederum in Erstaunen versetzt, weil sie ihre eigene Sprache nicht wiedererkennt. Es könnte doch Portugiesisch sein … könnte …

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