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Sonntag, 26. Oktober 2014, Wahlsonntag

Heute ist ein denkwürdiger Tag. Es gibt heute zwei Ereignisse, die für uns wichtig sind:

1. Die Wahl. Wer macht das Rennen? – Es ist jetzt 9.30 Uhr und Aurora hat das Ihre dazu beigetragen, dass das Ergebnis möglichst ihren Erwartungen entspricht. Was dabei allerdings heraus kommt, werde ich morgen mitteilen und kommentieren. Ich selber habe dadurch zu diesem wichtigen Ereignis beigetragen, indem ich mich in die brasilianischen Farben gehüllt habe: eine gelbe Badehose und ein grün-blaues Hemd, wobei die beiden Farben zusammen Türkis ergeben. Für Bombinhas hat es wieder einmal zur Folge, dass es hier herrlich ruhig ist, weil alle in ihre Heimatorte gefahren sind. Nur einige Auswärtige sind noch hier. Sie müssen dann auch zum Wahllokal, um sich zu rechtfertigen, warum sie nicht gewählt haben (jusificar), weil hier bekanntlich Wahlpflicht besteht. Übrigens erscheint mir das typisch für das brasilianische Staatsverständnis zu sein, nach dem die Mensch für den Staat und nicht der Staat für den Menschen da zu sein hat. Gäbe es nämlich nur ein Wahlrecht, aber keine Wahlpflicht, wäre der Veranstalter der Wahl, also der Staat dafür verantwortlich, dass auch wirklich alle wählen gehen können. So aber hat der Bürger die Verantwortung, auf jeden Fall ein Wahllokal aufzusuchen, und sei es  noch so schwierig und entbehrungsreich.

2. Die Zeitumstellung in Deutschland. Die ist für uns deswegen wichtig, weil wir nunmehr nur noch 3 Stunden Zeitunterschied haben. Wenn es ist Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist bei uns erst 9 Uhr vormittags. Das hat bestimmt Konsequenzen für Anrufer aus Deutschland. Für unsere Gestaltung eines Fernsehabends hat es ebenfalls Bedeutung, denn jetzt können wir den Abend nicht mehr mit dem heute-Journal beginnen oder gar den Tagesthemen, sondern müssen wie in Deutschland auf die Tagesschau oder heute zurück greifen. Aber warum sollte es uns da anders gehen als denen in Deutschland. Jedenfalls wird nun dieser Zeitunterschied bin in den März hinein reichen.

Übrigens hat sich das Wetter stark gebessert. Die Regentage, an denen es auch schon mal kühl werden kann, sind wohl endgültig vorbei und man spürt die Kraft der Sonne, die hier in der Tat beginnt, auf uns einzuschlagen (so heißt wörtlich der portugiesische Ausdruck für das Scheinen der Sonne). Wir waren heute erstmals mit ärmellosem T-Shirt und Badehose am Strand und haben dennoch geschwitzt. Dabei gingen wir schon um 7.45 Uhr los und waren gegen 9.00 Uhr zurück.

Das Meer heute früh um 8 Uhrfast brasilianisch gekleidet
Das Meer heute früh um 8 Uhrfast brasilianisch gekleidet

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