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Donnerstag, 9. April 2015: Tiere

Eigentlich sind es die Tiere und die Natur ganz nah, die mich am meisten bei unserer Reise ins Pantanal interessieren. Die beiden Ausflüge von vorgestern waren dabei zwar interessant und auch schön, jedoch führte uns die Wanderung auf dem „Wanderweg des Gürteltiers“ (Trilha de tatu) sehr viel näher in die Natur als die vorherigen Ausflüge. Wohlweislich bat der Wanderführer die Gruppe, sich möglichst still zu verhalten, was allerdings bei einer vorwiegend brasilianischen Gruppe nicht so klappt. Man spricht gerne miteinander und ist nicht gewohnt, durch Wälder zu streichen in der Absicht, die Tiere dort zu beobachten. Darum reihte ich mich gleich hinter dem Führer ein und lauschte intensiv auf die Geräusche der Natur, die mir entgegen schlugen. Es war enorm intensiv und erlebnisreich. Der Pfad verlief auf einem Holzsteg, der auf niedrigen Stelzen im Wasser verlief. Unter uns war flaches Überschwemmungsgebiet, dicht bewachsen von Wasserpflanzen. Das niedrige Dickicht wurde überragt von Bäumen. Wegen des Brandes im vorigen Jahr waren aber viele von ihnen abgestorben. Dennoch kamen wir auch durch Wälder, in denen die Affen auf den hohen Bäumen leben. Ein kleines Äffchen ließ es sich nicht nehmen, uns eine ganze Weile auf dem Handlauf des Pfades zu begleiten.

Es herrscht eine hohe Temperatur mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ich schwitzte, aber merkte es nicht. Ich wurde sehr schnell sehr braun, verbrannte mir aber nicht die Haut. Wenn man sehr mit dieser Natur verschmilzt, hält man viel aus. Und wie intensiv war das Erleben der Vielfalt in der Einheit des Seins und der Natur! Es wucherte und sprießte überall und ich war mitten drin, ein kleiner Teil davon. Da tauchten Vögel auf, riefen, flogen weg. Leguane, Affen, ein Kaiman, eine Schlange waren zu erleben. Es klang an, welch ein Reichtum an biologischer Vielfalt das Pantanal zu bieten hat. Ich bin noch am Tag danach ganz benommen davon. Viele Bilder dieser Wanderung sind im Fotoalbum zu finden.
Wir haben bei dieser Gelegenheit übrigens sehr gute Erfahrungen mit dem Mückenspray von Aldi gemacht, das besser als die einheimischen Produkte geschützt hat. Aber auch wenn die Mücken nicht an uns kamen, waren doch die Ameisen da. Und dagegen schützt auch kein Mückenspray von Aldi.

Wie schön, wenn man bei einer solchen Hitze eine Siesta einlegen darf und dann ordentlich schläft. So war das bei mir der Fall und hätte Aurora mich nicht aus dem Reich der Träume geholt, wäre ich wohl jetzt noch darin verwoben. So aber blieb der Nachmittag für eine Hotelbesichtigung. Hier gibt es nicht nur Zimmer für uns Gäste, sondern auch einige weitere Einrichtungen, wie etwa ein Museum für das Pantanal und ein Schmetterlingshaus. Beides suchten wir auf und umrundeten das Gelände einmal in der Absicht, alles gesehen zu haben. Hier sind einige Eindrücke:

Die Schwimmbecken des Hotels Die Wohntrakte von außen
Die Schwimmbecken des HotelsDie Wohntrakte von außen

Wegen des vielen Regens sind die Gänge zwischen den Gebäuden überdacht Das Schmetterlingshaus
Wegen des vielen Regens sind die Gänge zwischen den Gebäuden überdachtDas Schmetterlingshaus

Im Schmetterlingshaus Im Schmetterlingshaus
Im Schmetterlingshaus

Im Schmetterlingshaus Abend über dem Pantanal
Im SchmetterlingshausAbend über dem Pantanal

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