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Samstag, 11. April 2015: Der letzte Tag im Pantanal

Da wir heute das Hotel verlassen, war gestern der letzte komplette Tag im Pantanal, wobei wir uns gegenseitig versprochen haben, noch einmal wiederzukommen, wenn die Trockenzeit herrscht und wir dadurch sehr viel mehr Tiere zu sehen bekommen. Aber schön war es dennoch und das Hotel hat uns gut gefallen.

Der Morgen gestern begann sehr früh, denn um 4.30 Uhr läutete das Telefon und wir wurden geweckt. Um 5 Uhr hatten wir uns zum Morgenausflug angemeldet. Wir wollten auf dem Wasser den Tagesanbruch mit seinen Besonderheiten erleben. Was die Morgendämmerung angeht, so war es auch wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Der Himmel glühte förmlich, während die Natur erwachte. Grillen zirpten, Vögel riefen, in der Ferne brüllten Affen. Wir saßen mitten drin, umgeben von den Wundern der Natur in einem unglaublichen Ambiente. Wenn es uns doch nur nicht im Boot so kalt gewesen wäre. Gut, dass wir Schwimmwesten anhatten, denn ohne sie hätten wir erbärmlich gefroren, so ohne Kaffee zuvor oder gar Frühstück. Aurora taute erst wieder auf, als wir im Speisesaal saßen und vor ihr eine Tasse Kaffee dampfte. Gelohnt hat sich das Frieren allemal, wenn man sich die Bilder anschaut, die bei dieser Gelegenheit entstanden.

Mittags kam dann eine Art Schock, denn ich hatte nicht realisiert, dass jetzt das Wochenende anfängt. Das wurde mir aber gleich klar, als ich in den Speisesaal kam und dort eine Unmasse von Eltern mit kleinen Kindern vorfand. Die Kinder sind eben Kinder, aber die Mütter meinen, öfters laut schreien zu müssen, um die lieben Kleinen bei der Stange zu halten. Mit anderen Worten: Es war knalle voll mit jungen, fröhlichen, lautstarken Familien. Auch das letzte Zimmer ist wohl ausgebucht. Schlimm? – Nicht für mich, weil ich Kinder gerne habe. Aber es ist nach der Beschaulichkeit der letzten Tage im Hotel eine Umstellung.

Nachmittags war das Wetter schön. Die Sonne schien von einem ungetrübten Himmel, so dass wir uns entschlossen, die Fahrt, die uns gestern zur Regenfahrt gemacht worden war, noch einmal bei anderem Wetter zu unternehmen. Es hat sich auch wirklich sehr gelohnt. Die Sonne schien und wir fuhren in den beginnenden Abend hinein. Bis auf das Stachelschwein haben wir alle Tiere von gestern wieder getroffen und noch einige mehr dazu. So war gestern ein voller Pantanal-Tag. Wir begannen ihn im Morgengrauen und beendeten ihn mit der Dunkelheit, die hier pünktlich gegen 18 Uhr eintritt. Auch von diesem Ausflug gibt es schöne Bilder.

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