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Dienstag, 14. April 2015: Penhasco

Fröhlich haben wir unsere Unterkunft der letzten beiden Nächte verlassen und sind so bald wie möglich aufgebrochen. Wir hatten es so eilig, dass wir zwar das Bezahlen nicht vergaßen, jedoch die Abgabe meines Schlüssels. Den habe ich erst viel, viel später in meiner Hosentasche entdeckt. Und die Unterkunft hat es noch viel später gemerkt. Erst gegen 15 Uhr kam von dort der Anruf, wo denn bittschön der Schlüssel sei. „Na, beim Döring in der Hosentasche!“ Ob wir ihn nicht zurückgeben würden. „Klar, denn was sollen wir mit dem?“ Dann könnten wir ihn hier vor Ort irgendwo in einer bestimmten Agentur abgeben, meinten sie. Das werden wir morgen tun, denn heute ist sie schon geschlossen, wie alle Reiseagenturen. Denn es scheint gerade die Nebensaison der Nebensaison zu sein. Die hiesige Pousada Penhasco ist leer. Wir sind bislang die einzigen, die hier zu wohnen scheinen. Dafür aber haben wir eine atemberaubende Aussicht. Vor unserem Zimmer ist eine Art Balkon, von dem aus man so weit schauen kann, als wäre man auf der Zugspitze. Der Blick geht bis nach Cuiabá, was 65 km weit entfernt liegt. Die Ebene des Pantanal liegt unter uns, denn wir sind oben an der Abbruchkante der Chapadas.

Felsabbrüche an der Straße Felsabbrüche an der Straße
Felsabbrüche an der Straße

Gegen 11 Uhr waren wir angekommen und durften entgegen den sonstigen Bestimmungen gleich einziehen, allerdings mit der Option, dass der Strom wegen Wartungsarbeiten abgestellt werden muss und erst um 15 Uhr wieder läuft. Also machten wir uns erst einmal auf die Söckchen, um die Umgebung zu erkunden, d.h. die Stadt Chapadas dos Guimarães. Dieser Ort ist nicht so trist wie Bom Jardim. Er hat einige nette Restaurants, die alle bis auf einen Imbiss geschlossen sind. Es gibt auch einige Tourismusbüros, die ebenfalls alle geschlossen sind. Immerhin war der Supermercado offen und auch ein Geschäft, in dem wir T-Shirts für uns bekamen. Die touristischen Attraktionen müssen bis morgen warten, bis wir genau wissen, wo nun was zu finden ist. Dass es etwas zu finden gibt, zeigen die vielen Fotos, die man überall sieht.

Blick von unserem Zimmerbalkon Blick von unserem Zimmerbalkon
Blick von unserem Zimmerbalkon

Auf dem Gelände der Pousada Auf dem Gelände der Pousada
Auf dem Gelände der PousadaDie Pools

Gefunden haben wir schon in der Nachbarschaft zu unserer Pousada ein kirchliches Einkehrzentrum der Lutheraner. Hier kann man für wenig Geld Urlaub machen und auch Freizeiten organisieren. Nur ist das Leben dort eben auch sehr einfach. Wir waren dort, haben uns den Garten, in dem alle möglichen, nützlichen Pflanzen von hier angebaut und kultiviert werden, und die Räumlichkeiten angeschaut und mit den freundlichen Menschen, die dort arbeiten, geplaudert. Wohnen möchte ich dort auf keinen Fall. Das ist sicher. Mit den Menschen und den Intentionen hat das nichts zu tun, sondern lediglich mit der Schlichtheit der Unterkunft.

Brasilianische Himbeeren
Brasilianische Himbeeren

Maomao oder Papaya Kochbananen
Maomao oder PapayaKochbananen

Neue Bananenstauden sprießen überall Zwischen Mais und Manjok
Neue Bananenstauden sprießen überallZwischen Mais und Manjok

Jabuticaba wächst direkt am Stamm Katholische Kirche von Chapada dos Guimarães
Jabuticaba wächst direkt am StammKatholische Kirche von Chapada dos Guimarães

Am Abend mussten wir uns dann erholen, damit wir morgen frisch durchstarten können.

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