10. September, Sonntag, Auftakt

Heute also ist der Reisetag. Er begann allerdings eher ganz anders, denn von Reisefieber war zunächst wenig zu spüren. Aurora packte in ihrem Zimmer und bedachte, wie wir das Leben in Foz do Iguaçú in den wenigen Tagen dort gestalten würden. Ebenso verhielt sich wohl Daniela ein Stockwerk unter uns in unserer Gästewohnung. Ich selber stand ihr bei den Überlegungen auf Nachfrage zur Seite und übernahm damit wohl die gleiche Aufgabe, die sich Michael gegenüber seiner Frau Daniela stellte. Und was Felix machte, wissen wir nicht. Ihn trafen wir dann ja auch erst viel später.
Gefrühstückt wurde relativ spät. Dafür aßen wir aber zu Mittag schon früh, weil wir ja bereits um 14 Uhr fahren wollten. Das Mittagessen aber war schon mal ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage, denn wir gingen in eine Churrascaria und speisten trotz mangels an Hunger vortrefflich. Da dieses Mittagessen schon gegen 12.30 Uhr fertig war, blieb noch Zeit für ein Mittagsschläfchen, das ich herrlich genießen konnte. Gute Vorboten für diesen Kurztripp zu den Wasserfällen war, dass das Wetter heute so gut war, wie wir es gestern hätten brauchen können. Hoffentlich wird es in Foz ebenso schön.
Pünktlich um 14 Uhr fuhren Luiz und Joer mit Felix da. Dass wir so früh los fahren, liegt an der desolaten Verkehrslage. Heute ist der letzte Tag eines verlängerten Wochenendes mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen auf der Autobahn. Die gilt es zu umgehen, was nicht ganz leicht ist. Aber Luiz weiß etliche Umwege und Schleichwege. Der Höhepunkt dieses Umwegs war die kurze Fahrt mit der Fähre über die Mündung des Itajai, der sich hier in den Atlantik ergießt. Der Fluss trennt Itajai von Navegantes. Dank des Schleichweges haben wir den Weg so gut geschafft, so dass wir bereits gegen 16 Uhr in Navegantes war und somit noch haufenweise Zeit für den ausführlichen Besuch einer Eisdiele übrig blieb. Das Eis dort war ausgesprochen lecker und sehr preiswert. Ich aß, so dass es für die nächste Zeit reicht und ich viele Übungen mit Luise machen muss, um das wieder gutmachen zu können. Dann ging es weiter zum Flughafen. Das Einchecken war kein Problem. Da Felix kein Gepäck hat, hat es auch mit ihm und seinem Flug keine Probleme gegeben. Jetzt also haben wir wenigstens diese Reise geschafft. Blöd war dann allerdings die Warterei in Navegantes auf dem Flughafen. Besonders blöd war der Käsegestank, der sich wie eine wabernde Haube über die Halle legte, in der wir warten mussten. Denn das Flugzeug sollte erst gegen 18.40 Uhr gehen. Wie langweilig!

Mittagessen in einer Churrascaria in Bombias Auf der Fähre von Itajai nach Navegantes
Mittagessen in einer Churrascaria in BombiasAuf der Fähre von Itajai nach Navegantes

Das mit der Langeweile erledigte sich dann, als es endlich pünktlich los ging. Denn das Flugzeug kam so in Guarulhos an, dass wir erst noch mit einem Bus in die Ankunftshalle fahren mussten. Und dann begann die Suche nach dem Anschlussflug, der lt. Anschlagstafel schon am Einsteigen war. Treppe hoch, gelaufen, schauen auf die Tafeln, weiterlaufen, mit hängender Zunge bei Flugsteig 214 ankommen. Vorneweg lief Daniela, in einigem Abstand Michael, dann Felix, dann ich und zuletzt Aurora, die sich noch mal an einer Tafel vergewissern wollte. Dann aber saßen wir in dem Flugzeug, das ebenfalls pünktlich abflog und gegen 23.30 Uhr in Foz ankam. Dass es so spät wurde, liegt an der Zeitumstellung, denn hier in Foz do Iguaçú gehen die Uhren eine Stunde nach. Die Sache mit dem Gepäck ging reibungslos. Die Taxisuche war etwas komplizierter, weil wir 5 Leute waren samt Gepäck. Der Taxifahrer hat uns angeschaut und dann konstatiert, dass Felix ein schmaler Mensch ist und wir dank des nicht allzu großen Gepäcks und mit viel Drücken und Pressen doch in sein Auto gehen. Felix saß nun auf meinem Schoß und zog den Kopf ein, aber es ging und wir kamen glücklich, aber müde im Hotel an. Hier ist es richtig schön und geräumig. Felix schläft im Vorraum und Aurora und ich im Schlafzimmer. Alles ist sauber, nur gibt es hier sehr viele Mücken. Das liegt wohl auch an dem sehr warmen Klima, denn draußen ist es trotz Nacht sehr warm.

In der Eisdiele Die Reisegruppe besteht aus 5 Leuten
In der EisdieleDie Reisegruppe besteht aus 5 Leute

Morgen hat Daniela Geburtstag. Das werden wir feiern. Aber erst einmal wollen wir schlafen.

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