Reise vom 20. - 25. November 2018
nach Montevideo

In Brasilien waren jetzt die Präsidentenwahlen und es hat Bolsonaro gewonnen, ein Neofaschist, der eine sehr reaktionäre Politik betreiben will. Deswegen sind wir auf der Suche nach einem Land oder einem Ort, zu dem wir im Notfall fliehen können. Montevideo wäre vielleicht eine Möglichkeit, denn das ist dem Hörensagen nach eine sehr lebendige und freundliche Stadt, die Hauptstadt des kleinen, südamerikanischen Landes Uruguay. Hier spricht man Spanisch, was aber kein Problem sein dürfte, wenn man einigermaßen Portugiesisch kann. Die Stadt liegt am Rio de la Plata, der sich hier in den Atlantik ergießt. An der Südseite der sehr breiten Mündung liegt dann die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Der Rio de la Plata ist der Mündungsfluss, der nach der Vereinigung des Uruguay-Flusses und des Paraná, auf dem wir schon im Pantanal herum geschippert sind und in den bei Foz do Iguaçú der Fluss Iguaçú mündet, so genannt wird.

Was würden wir in Montevideo vorfinden? Einiges hatten wir schon gehört. Dabei hielten sich die positiven und negativen Berichte die Waage. Negativ seien die höheren Lebenshaltungskosten und Wohnkosten. Auch sind Autos hier ein Luxus. Positiv ist aber auch, dass es deswegen eben weniger Autos gibt. Dazu kommt die herzliche und gastfreundliche Art, die einem seitens der Menschen begegneen soll. Wir werden es sehen.

In der Vorbereitung haben wir über Airbnb eine kleine Wohnung für uns 4, also Frank und Bigi, Aurora und mich, gefunden, eine Unterkunft in der Nähe des Zentrums und mit sehr vielen Pflanzen. Hier würden wir uns sicherlich wohl fühlen können.

Noch eine Besonderheit hat sich vor der Reise ergebeben, denn ich hatte einen Zusammenstoß mit einem Motorrollerfahrer. Ich sprang ihm irgendwie in den Weg, wodurch wir beide eben auf diesem Weg zu liegen kamen. Er fiel mit seinem Fahrzeug und tat sich die Schulter weh, während ich auf meine rechte Hand fiel und mir einen zweifachen Bruch am kleinen Finger zuzog. Jetzt laufe ich für die nächsten Wochen mit einem Gips herum, was das Schreiben beschwerlich macht. Das ist natürlich bedauerlich, aber nicht zu ändern.

Bombinhas, den 15. November 2018

Hans-Georg Döring