12. November, Sonntag: Andra dos Reis

Wer hätte gedacht, dass das Wetter heute so unglaublich sonnig, warm und schön werden würde? Wir hätten es nicht für möglich gehalten, wenn uns nicht der Wetterbericht darauf aufmerksam gemacht und uns das schnelle Ende des Regens verkündigt hätte. Schon am Morgen zeigte sich die Sonne in schönster Pracht, und das bereits um 7.30 Uhr, als schon die ganze Gruppe fröhlich im Bus saß. Unsere Gruppe ist nämlich nach dem Ausrutscher am ersten Tag richtig pünktlich geworden. Niemand möchte der Letzte mehr sein. Und so ging es auf die lange Busreise in Richtung des kleinen Städtchens Andra dos Reis, einem historischen Ort kurz hinter Rio auf dem Weg nach São Paulo. Unterwegs gab es noch mal einen Halt an einer besonders schönen Stelle, aber dann waren wir vor Ort und fanden dort eine Art Segelschiff ohne Segel vor, wie sie hierzulande üblich bei Touristenfahrten sind. Sie haben einen Dieselmotor, der viel Dreck macht, aber sie haben den Look eines Segelschiffes. An Bord war viel Platz für unsere Gruppe und noch mehr Leute, ohne dass es Gedrängel gab. Wir suchten uns einen Platz ganz vorne, wo die Musik nicht ganz so laut war und wo wir auch gut Platz hatten. Die nun folgende Fahrt war atemberaubend schön. Das Wasser war Türkis, der Himmel tiefblau, die Vegetation üppig grün. Es konnten nur Postkartenfotos entstehen. Insgesamt gab es 4 Stopps auf der Fahrt. Bei den ersten beiden war Schwimmen vom Schiff aus angesagt und ich war einer der ersten im Wasser. Das Wasser fühlte sich zunächst kalt an, aber dann war es einfach nur erfrischend und schön. Blöd war nur, dass ich mir bei dieser Gelegenheit einen kräftigen Sonnenbrand geholt habe, der einfach nur weh tut, besonders in den folgenden Tagen. Das Wasser war klar, so dass man 5 m bis auf den Grund sehen konnte. Fische schwammen um einen herum. Es war traumhaft. Beim dritten Stopp gingen wir dann an Land, besuchten eine kleine Kapelle, die allerdings geschlossen war und fuhren dann zum vierten und letzten Stopp, wo es Mittagessen gab. Da war es schon 15.30 Uhr, so dass wir danach nur noch mit dem Schiff recht zügig zurück fuhren, in den Bus stiegen und zurück ins Hotel fuhren, wo wir gegen 22 Uhr ankamen. Welch ein schöner, jedoch auch sehr ermüdender Tag. Wir haben alle danach geschlafen wie die kleinen Kinder.

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