7. November 2015, Samstag, Krügerpark, 2. Tag

Eine Rundhütte, in der wir schliefenDie Rundhütte von innen
Eine Rundhütte, in der wir schliefenDie Rundhütte von innen mit Grasdach

Gemeinsames FrühstückEs war eine unglaublich stille und dunkle Nacht. Draußen herrschte absolute Finsternis und auch in den Hütten war die Beleuchtung eher spärlich. Trotz der herrschenden Hitze draußen habe ich, der ich es ja auch von Brasilien her gewohnt bin, gut geschlafen. Andere haben da eher geklagt. Schon um 6 Uhr noch vor dem Frühstück machten wir uns auf eine Rundtour, weil angeblich die Tiere morgens früh beweglicher seien. Na ja, es war nicht besonders viel los, aber dennoch nett. Irgendwie wird die Sucherei und Guckerei hinter den Tieren her etwas eintönig, finde ich, wobei mir bewusst ist, dass ich heftige Proteste der anderen auf mich ziehen würde. Gegen 7.30 Uhr waren wir dann zurück und bereiteten gemeinsam das Frühstück vor. Danach ging es dann auf die Tagestour wieder durch den Krüger Nationalpark bis zum Crocodile Bridge, einem Camp, in dem wir die kommende Nacht verbringen werden. Auch von heute gibt es ein Fotoalbum, das jedoch nicht mehr so groß ausfällt, denn ich habe nicht mehr viel Neues sehen können. Entgangen sind uns leider die Großkatzen außer den Löwen, von denen wir einige Exemplare zu Gesicht bekamen.
Die Überraschung war, dass die Hütten genau den Hütten in Satara glichen. Auch gab es hier wie dort kein Internet, obwohl das Camp direkt an der Grenze des Parkes liegt. Wahrscheinlich liegt hinter diesem Mangel die Ideologie, dass die Menschen von heute das gleiche Feeling haben sollen wie die weißen Siedler damals, als die Buren hier durch zogen auf dem Weg zur Freiheit. Dieser romantischen Idee kommen wohl auch heute noch sehr viele Südafrikaner nach, indem sie sich hier aus der Zivilisation ausklingen und in die Wildniss ziehen. Denn als ich nach dem Internet fragte, sah mich der Ranger ganz entsetzt an, wie ich sowas fragen konnte.
So verlief der zweite Abend im Park genauso wie der erste Abend: Grillen, Salate, alle machen mit, alle sind eine Einheit, eine Gruppe, ein Naturerlebnis. Nur habe ich dieses Mal die Lebensgeschichte von Ulli erfahren, die in der DDR begann, von wo er eine Woche vor dem Mauerbau abrückte und die dann in der Schweiz beginnend ihn durch die ganze Welt führte. DAs war wirklich sehr spannend.

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