14. November 2015, Samstag, Nach Pretoria

Wieder ist ein Reisetag angesagt. Es ist schon morgens früh ziemlich warm. Wir frühstücken wieder im gleichen Café wie gestern. Wieder traf ich Karin, die muntere Geschäftsführerin dieses Lokals, redeten mit ihr englisch und portugiesisch und werden von der hübschen Kellnerin bedient, die sich freute, uns wieder zu sehen. Ich habe da ein etwas schlechtes Gewissen, weil ich fürchte, dass diese Art der „Anmache“, die wohlgemerkt nicht von mir ausging und –geht, hier nicht gut angebracht ist und ich schäme mich ein wenig fremd, zumal sie wohl hoffte, von jemand von uns nach Deutschland eingeladen zu werden, was natürlich niemand will. Gut, dass wir weiter fahren.

Dieses Mal erleben wir die Drakensberge bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel. Da sehen sie auch schön aus, wie das Fotoalbum zeigt, aber die kräftigen Farben der Gesteine war nicht so deutlich zu sehen wie am Abend bei Regen. Immerhin hatten wir jetzt bei zahlreichen Fotostopps Gelegenheit, genügend zu fotografieren.

Am Nachmittag gegen 16 Uhr kamen wir dann ziemlich müde bei Agnes an. Es ist wirklich wie heimkehren. Das meinte auch Joachim, der Mitreisende aus dem Allgäu, der eigentlich aus den neuen Bundesländern kommt. Auspacken, duschen, Post lesen, die heute an meinem Geburtstag besonders reichlich kam. Ich danke erst einmal allen auf diesem Weg für die Glückwünsche. Später werde ich mich noch mal einzeln melden. Mitgebracht hatte ich für Agnes und Peter 3 runde Kugelvasen, handgemacht von Zulus und in meinen Augen richtig schön. Peter freute sich. Agnes meinte, sie würde Peter, den das immer freut, eigentlich immer daran hindern, sowas zu besorgen. Na klasse! Jetzt ist alles zu spät …

Heute Abend ist noch ein großes Abschlussgrillen angesagt für alle Gastfamilien und alle Mitfahrenden. Agnes und Peter sind bei den Vorbereitungen beteiligt. Mit ihnen fuhren wir dann gegen 18 Uhr dorthin, wo wir nun all die anderen wiedertrafen. Es war ein schöner Abend bei einem chinesischen Grillen. Das funktioniert so, dass sich jeder in einer Schale eine Menge Gemüse und Fleisch auflädt. Das trägt man dann zum Grill, auf dem kein Grillrost, sondern eine Metallplatte wie eine große Bratpfanne liegt, die von der Grillkohle auf Temperatur gebracht worden ist, liegt. Dort schüttet man den Inhalt der Schale auf die heiße Platte und brät es so lange, wie man Lust hat. Danach kommt eine Soße über das alles gegossen und man kann es verspeisen. Das war lecker und ein schöner Abschluss von unserer Reise.  Beschlossen aber wurde auch noch, dass wir doch noch morgen sehr früh aufstehen werden, um gemeinsam einen Gottesdienst zu besuchen. Nach dem Gottesdienst werden wir dann nach Hause gebracht.

Erika du ToitZuletzt sei noch kurz angemerkt, dass ich jetzt schon die jüngste Tochter von Agnes namens Ingrid Strydom (1.2.7.3.) und ihren Mann Hannes und die beiden Kinder Geordan und Kymberley getroffen habe. Mit ihnen kann man leider nur englisch sprechen. Ich denke, wir werden noch einmal die Gelegenheit zur Begegnung finden. Sodann war die älteste Buchhorntochter Erika (1.2.5.1.) da. Sie wird heute Nacht hier übernachten, bevor sie morgen zu sich heim zu ihrem Mann Chris du Toit fährt. Alle machten einen überaus sympathischen ersten Eindruck auf mich. Mit Erika habe ich mich lange unterhalten dürfen, die sie fuhr mit zum Grillfest.

Ich fand, dass ich einen sehr schönen Geburtstag hatte, nur hat mir eben total Aurora gefehlt. Aber da berichte ich ja nun nichts Neues.

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