22. November 2015, Sonntag, Braai

Nach einem Ruhetag tat nun ein Aktivtag ganz gut. Und so kam es dann auch heute. Wir mussten früh aufstehen, um bereits gegen 8.15 Uhr zur Stadtmission zu fahren. Die Stadtmission ist hier eine eigenständige Kirche, die deutsche Gottesdienste anbietet. Damit ist sie nicht alleine, denn es gibt auch lutherische und reformierte Gemeinden, die ebenfalls dieses Angebot machen. Die Stadtmission aber ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Es gibt sehr viele ältere Menschen, wobei sich Lothar und Barbara in ihrer langen Tätigkeit in dieser Gemeinde auch sehr um Kinder und Jugendliche gekümmert haben. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, Menschen mit Jesus Christus in Kontakt zu bringen, so dass sie einen lebendigen Glauben entwickeln, der sie vor dem Verderben durch den Teufel rettet. So jedenfalls definieren sie ihre Aufgabe, der sie mit größtem Missionseifer nachkommen.
Auf dem Gemeindegelände waren wir die ersten. Das war auch nötig, weil Barbara allerlei Vorbereitungen zu treffen hatte. Auffällig am Gottesdienstraum ist, dass es dort vor allem eine Kanzel gibt, von der aus Lothar dann auch den ganzen Gottesdienst, der aus einer längeren Predigt und vielen Abkündigungen, Fürbittgebeten und Liedern bestand. Zwei Menschen wurde zum Geburtstag gratuliert und ich wurde besonders begrüßt. Das alles ging in einem ziemlich lockeren Ton vor sich, auch die Predigt. Die Lieder wurden vorne an eine Leinwand via Beamer abgelichtet, wobei die meisten Lieder mir unbekannt waren. Vor dem Gottesdienst gab es noch eine Gebetsrunde mit einigen, wenigen Teilnehmenden, nach dem Gottesdienst noch ein Kaffeetrinken auf der angrenzenden Pfarrhausterrasse. Das Gelände, auf dem die Gebäude der Gemeinde stehen, ist ziemlich groß und gut gepflegt. Das Pfarrhaus hat 8 Räume, 3 Bäder und 1 Küche. Es steht derzeit leer. Vielleicht werden die Buchhorns dort wieder einziehen.

Gottesdienst bei der StadtmissionIngrid und Kymberly Strydom
Gottesdienst bei der StadtmissionIngrid und Kymberly Strydom

Unter den Gottesdienstbesuchern war auch Christof, der im Anschluss mit uns nach Pretoria zum Braai fuhr. Braai ist das hier gängige Wort für Churrasco oder ein Grillfest. Das hatte Peter und Agnes in ihrem Garten aufgebaut. Agnes hatte Kartoffelsalat gemacht, Ernie war gekommen und hat das Grillen übernommen. Die Frauen saßen für sich am Tisch und die Männer standen um den Grill herum. Gekommen waren neben Agnes und Peter Schiller auch Barbara und Lothar Buchhorn, Christof Teichler, Andreas und Sylvia te Reh, Ernst-Albrecht und Klein Teichler und Ingrid Strydom mit ihren Kindern Geordan und Kymberly. Es war eine sehr lustige Runde, bei der vor allem Ernie und Andreas mit ihren munteren, frechen Mundwerken für viel Lustigkeit sorgten, wobei die anderen dem nicht viel nachstanden. Wir haben viel gelacht! Ergebnis war u.a., dass sich Andreas und Sylvia ernsthaft überlegen, uns in Brasilien, das sie vorher gar nicht auf dem Schirm hatten, besuchen wollen. Andreas will unbedingt den Mietpreis unserer Wohnung wissen, ich erkläre ihm, dass er spinnt, Sylvia stimmt zu. Andreas sagt, dass er dann nicht kommt, wenn er keine Miete zahlen darf. Ich sage, dass er noch immer spinnt. Sylvia stimmt zu. Andreas beharrt. Ich sage, dass Sylvia dann alleine kommen soll, wenn er bockig ist. Sylvia stimmt zu. Andreas sagt, dass sie das dann tun soll. Sylvia meint, dass Andreas spinnt. Ich stimme zu. … Zuletzt stimmt Andreas zu, dass er auch so kommen will. Alle sind zufrieden, keiner spinnt mehr.

Die beiden Docs Christof und AndreasBarbara, Klein und Sylvia
Die beiden Docs Christof und AndreasBarbara, Klein und Sylvia

Am Grill Peter, Lothar und ErnieKlein, Barbara, Kymberly und Agnes
Am Grill Peter, Lothar und ErnieKlein, Barbara, Kymberly und Agnes

Die Sippschaft verabschiedet sich dann am späteren Vormittag. Es bleiben noch die Strydoms. Wir gehen gemeinsam schwimmen in dem eiskalten Wasser des